Eingebautes Relais TAC-B EWP: Erweiterte Anleitung
Der Radarsensor SensMax TAC-B EWP ist mit einem eingebauten "Dry Contact"-Relais (potenzialfreier Kontakt) ausgestattet. Diese Hardwarefunktion ermöglicht es dem Sensor, direkt mit externen Geräten zu interagieren - Automatisierungssystemen, Schallsirenen, Beleuchtung oder Smart-Building-Controllern, ohne den Einsatz komplexer Software-Integrationen oder Server von Drittanbietern.
In dieser Anleitung werden die interne Logik des Relais, Prioritätsregeln und die grundlegenden Schritte zu seiner Konfiguration erläutert.
Technische Spezifikationen
- Relaistyp: Dry Contact (potenzialfreier Kontakt)
- Maximale Schaltlast:
- 0.5A bei 250V AC (Wechselstrom)
- 1A bei 30V DC (Gleichstrom)
Anschlussplan
Um externe Geräte physisch an die eingebauten Relaiskontakte anzuschließen, wird ein wasserdichter SP13-Steckverbinder verwendet, der im Standard-Sensor-Kit enthalten ist.
Montageempfehlungen:
- Vergewissern Sie sich vor Beginn der Arbeiten, dass die Stromversorgung des Sensors und des angeschlossenen externen Geräts vollständig ausgeschaltet ist.
- Entnehmen Sie dem untenstehenden Diagramm, welche zwei genauen Pins des SP13-Steckverbinders für den Anschluss des Relais vorgesehen sind.
- Isolieren Sie die Drähte ab und befestigen Sie sie sicher in den Kontakten. Da das Relais nach dem Prinzip des "potenzialfreien Kontakts" arbeitet, spielt die Polarität keine Rolle - die Drähte können in beliebiger Reihenfolge angeschlossen werden.
- Ziehen Sie die Befestigungsmutter des Steckverbinders fest, um eine zuverlässige Verbindung zu gewährleisten und die Dichtheit des Gehäuses zu erhalten.

Softwarekonfiguration und Steuerung
Die Steuerung des eingebauten Relais erfolgt über die Benachrichtigungsfunktion in der Webschnittstelle des Sensors. Gehen Sie zur Einrichtung auf die Seite Reports, öffnen Sie die Registerkarte Notifications und klicken Sie auf die Schaltfläche Create notification.
Im TAC-B EWP kann der Benutzer "Benachrichtigungen" erstellen - anpassbare Auslöser, die flexibel mit jeder Zone oder Linie (Gate) verknüpft werden.
Für die Einrichtung eines Auslösers stehen verschiedene Metriken zur Verfügung, wie z. B.:
- INCOMING (Eingehend)
- OUTGOING (Ausgehend)
- PASSAGES (Durchgänge)
- ANY MOTION (Jede Bewegung) und viele andere.
Für einige Metriken stehen zusätzliche Feineinstellungsparameter zur Verfügung. Zum Beispiel können Sie für Besucher (VISITORS) eine logische Bedingung "mehr als" (MORE THAN) oder "jeder nächste" (EVERY NEXT) festlegen und eine bestimmte Menge angeben.
Als Ausgabe für die erstellte Benachrichtigung können verschiedene Aktionen zugewiesen werden: Senden einer E-Mail, einer Nachricht in Telegram, Abspielen eines Tons und unter anderem - Aktivierung des Relais. So kann jedes vom Sensor erfasste Ereignis die Relaiskontakte automatisch schließen und externe Geräte steuern.
Wenn Sie das Relais als Aktion auswählen (SELECT ACTION), werden Sie aufgefordert, den Auslösemodus zu konfigurieren. Es stehen sowohl kontinuierliches Schalten als auch eine Aktivierung für ein bestimmtes Zeitintervall zur Verfügung:
- Relay ON - Relais dauerhaft einschalten (bis ein neuer Befehl eingeht).
- Relay OFF - Relais zwangsweise ausschalten.
- Relay TOGGLE - den aktuellen Zustand des Relais in das Gegenteil umschalten.
- Timed ON - das Relais für eine streng festgelegte Zeit einschalten, danach schaltet es sich automatisch aus. Verfügbare Intervalle: 100 ms, 1 Sek., 5 Sek., 10 Sek., 1 Min., 5 Min., 10 Min. und 1 Stunde. Die Wahl kurzer Intervalle (z. B. 100 ms) ist ideal zum Senden von Impulsen an externe Hardware-Zähler oder Controller.
Konfigurationsbeispiel: Nachfolgend finden Sie ein Beispiel für die Konfiguration einer Benachrichtigung für "Zone 1". In diesem Fall gibt das Relais jedes Mal einen kurzen Impuls von 100 ms ab, wenn ein eingehendes oder ausgehendes Objekt in Zone 1 registriert wird.

Betriebsalgorithmen
Das eingebaute Relais unterstützt verschiedene Szenarien zur Steuerung externer Geräte (z. B. Sirenen, Beleuchtung oder externe Zähler). Für einen stabilen Betrieb sind drei Hauptmodi vorgesehen:
1. Kurzimpulsmodus (bis zu 1 Sekunde)
- Zweck: Genaue Datenübertragung (z. B. über Personendurchgänge) an externe Impulszähler.
- Funktionsweise: Wenn der Sensor mehrere Durchgänge gleichzeitig erfasst, versucht er nicht, sie alle gleichzeitig zu übertragen. Stattdessen "merkt" sich das Relais diese Ereignisse (bis zu 128 Ereignisse) und überträgt sie nacheinander in Form von kurzen Signalen. Zwischen jedem Signal wird eine kurze Pause eingelegt, damit das externe Gerät Zeit hat, sie richtig zu lesen. Wenn der Speicher voll ist, werden neue Ereignisse vorübergehend ignoriert, bis Platz frei wird.
2. Langer Haltemodus (mehr als 1 Sekunde)
- Zweck: Steuerung von Beleuchtung, Sirenen oder Lüftungssystemen, wenn das Relais für eine bestimmte Zeit eingeschaltet werden muss.
- Funktionsweise: Beim Auslösen schaltet sich das Relais für die von Ihnen festgelegte Zeit ein. Wenn der Sensor erneut eine Aktivität in der Zone erkennt (während das Relais noch eingeschaltet ist), verlängert sich die Betriebszeit automatisch - der Timer beginnt wieder zu zählen.
3. Kontinuierliche EIN/AUS-Modi
- Zweck: Direkte Steuerung des Relais, wenn die festgelegten Bedingungen erfüllt sind. Schalten Sie zum Beispiel das Licht ein, solange sich Personen in der Zone befinden, und schalten Sie es aus, wenn der Raum leer ist.
- Funktionsweise: Das Relais kann zwangsweise in einen dauerhaft eingeschalteten (ON) oder ausgeschalteten (OFF) Zustand versetzt werden. Ein TOGGLE-Modus ist ebenfalls verfügbar, der einfach den aktuellen Relaisstatus in das Gegenteil ändert.
Wichtige Prioritätsregel
Befehle für langen Haltemodus und kontinuierliches EIN/AUS haben die höchste Priorität. Wenn das Relais bereits für längere Zeit eingeschaltet ist (z. B. eine Sirene ist aktiviert), werden versehentliche kurze Impulse, die in diesem Moment auftreten, ignoriert, um den Hauptbetrieb des Relais nicht zu stören.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Konfiguration und den Betrieb des SensMax TAC-B EWP! Die vollständige technische Dokumentation und die Sensorspezifikationen finden Sie im Abschnitt Technische Spezifikation.
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